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Tomatenkrankheiten

Tomaten sind sehr schmackhafte Früchte, die jedoch recht anfällig sind, solange sie sich noch im Wachstum befinden. Es gibt eine ganze Reihe von Tomatenkrankheiten, die einem als Züchter das Leben schwer machen können. Dabei unterscheidet man hauptsächlich die Krankheiten, die sich an den Blättern, am Stängel, an den Früchten, oder an den Wurzeln bemerkbar machen. Darüber hinaus wird auch noch die Art der Erkrankung unterschieden, denn es kann sich bei einer Tomatenkrankheit um einen Schädling, Bakterien, einen Virus, oder auch eine Mangelerscheinung handeln. Um dem interessierten Leser nun einen Überblick über die wichtigsten Tomatenkrankheiten zu verschaffen, werden diese nun einzeln vorgestellt.

Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule ist eine Pilzerkrankung und gehört zu den häufigsten Tomatenkrankheiten überhaupt. Besonders in feuchten Jahren fühlt sich dieser Erreger wohl und er überwintert problemlos auf Pflanzenresten. Am besten kann sich die Kraut- und Braunfäule auf Kartoffelresten vermehren, die im Boden geblieben sind und dort langsam wachsen. Gerade deshalb ist es relativ ungünstig, Kartoffeln neben Tomaten anzupflanzen. Leider verbreiten sich die Sporen jedoch auch über größere Distanzen, so dass man nicht immer so einfach dagegen vorgehen kann. Die Kraut- und Braunfäule ist an den Pflanzen der Tomate leider erst sehr spät zu erkennen und auch dann nur durch Rückschnitt einzudämmen, wenn das Klima nicht zu feucht ist. Durch diese Tomatenkrankheit kann es im übrigen zu kompletten Ernteausfällen kommen.

Tomatenfäule
Tomatenfäule fotografiert von CMEW / Quelle: wikipedia


Tomatenwelke (Corynebactericum michiganse)

Die Tomatenwelke entsteht durch ein Bakterium, welches sich gerne an verletzte Pflanzen anheftet. Zunächst bekommen die Blätter braune Längstreifen und später rollen sich die Blätter dann wie vertrocknet zusammen. Um zu verhindern, dass die gesamte Pflanze verloren geht, sollte man die welken Stellen großzügig entfernen. Im Extremfall können sowohl die Blattansätze als auch die Blüten vollkommen absterben.

Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum)

Der Befall mit weißen Fliegen kann im Gewächshaus leider sehr leicht passieren. Diese kleinen, ca. 2 mm messenden Tiere befallen in Scharen die Oberfläche der Blätter und sorgen zunächst für eine klebrige Oberfläche. Sollte der Befall länger und stärker ausfallen, kann es dazu kommen, dass die Blätter verwelken und letztlich absterben. Gegenmaßnahmen sind kleine gelbe Tafeln unter Folie, die dafür sorgen sollen, dass die weißen Fliegen aufgehalten werden. Andere Möglichkeiten sind Pflanzenschutzmittel, wobei man sich vorher genau beraten lassen sollte.

Tomatenmosaikvirus (Tobacco mosaic virus)

Beim Tomatenmosaikvirus sieht man den Tomaten den Befall ziemlich schnell an, weil sie mosaikartige Flecken bekommen. Der Virus sorgt dafür, dass die Blätter zum Teil sehr unförmig wachsen und im Extremfall kann sogar ein Zwergenwuchs der Tomaten auftreten. Um sicher zu gehen, vor dem Tomatenmosaikvirus gefeit zu sein, sollte man am besten eine Tomatensorte wählen, die gegen diese Art von Tomatenkrankheiten resistent ist und somit entsprechende Abwehrstoffe produziert.

Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea)

Grauschimmel auf Tomaten
Grauschimmelfäule auf Tomaten
Fotograf: Rasbak / Quelle Wikipedia

Die Grauschimmelfäule, kurz Grauschimmel, zeichnet sich vor allem durch die charakteristischen konzentrischen Kreise auf den Früchten der Tomate aus. Die Früchte selbst kommen damit allerdings ganz gut zurecht, wohingegen man beim Befall der Stängel und Blätter schnell handeln und diese entfernen sollte, damit die Pflanze letztendlich nicht verloren gegeben werden muss. Die Pflanze kann oberhalb solcher Beschädigungen komplett zugrunde gehen.

Es gibt also eine ganze Menge Tomatenkrankheiten, die dem Gärtner und Hobbyzüchter das Leben wirklich schwer machen können. Wer sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt, wird es später jedoch leichter haben, gegen bestimmte Tomatenkrankheiten vorzugehen und auf diesem Weg seine Pflanzen entsprechend zu schützen. Wenn man einen Befall der eigenen Tomatenpflanzen entdeckt, sollte man in jedem Fall schnell handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Wenn die Krankheiten sich erst einmal ausbreiten, sind die Pflanzen nämlich oftmals nicht mehr zu retten. Mit der richtigen Wahl der Mittel lässt sich den meisten Erkrankungen jedoch sehr gut begegnen und man kann viel Freude mit seinen Tomaten haben.
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