Alles über getrocknete Tomaten

Was sind getrocknete Tomaten?

Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei getrockneten Tomaten um die eingelegte, gewürzte und haltbar gemachte Variante des gesunden Gemüses. Hierbei kann ein intensiverer Geschmack erreicht werden als bei der frischen Tomate. Die getrocknete Variante kann vielseitig eingesetzt werden und ist zudem auch noch sehr gesund. Der folgende Text beantwortet alle wichtigen Fragen zu diesem Thema und gibt einige Beispiele, was alles mit getrockneten Tomaten gemacht werden kann.

Was kann mit getrockneten Tomaten gemacht werden?

Getrocknete Tomaten können bei vielen Gerichten verwendet werden. Zum Beispiel werden sie klein geschnitten, um Feldsalate oder Nudelsalate zu verfeinern. Hier harmonieren sie perfekt mit anderen Lebensmitteln wie Schafskäse, verschiedenen Kräutern, Pinienkernen oder Rucola. Und auch wenn eine Rindfleischbrühe gekocht wird, kann sie hinzugegeben werden. Dadurch bekommt diese eine schöne rötliche Farbe und der Geschmack wird verfeinert.

Die in Öl eingelegte Variante eignet sich auch sehr gut als Antipasti. Und auch beim Frühstück können klein geschnittene getrocknete Tomaten mit Frischkäse vermischt und anschließend als Brotaufstrich verzehrt werden. Zudem können diverse italienische Soßen und Suppen mit ihnen gekonnt aufgepeppt werden. Denn vor allem die in Öl eingelegten Tomaten enthalten alles, was hierfür benötigt wird.
Eingelegte getrocknete Tomaten in Öl
Eingelegte getrocknete Tomaten in Öl
Wenn ein Baguette gebacken wird, werden einige getrocknete Tomaten klein geschnitten und mit dem Teig gemischt. In Kombination mit verschiedenen getrockneten Kräutern, wie zum Beispiel Oregano oder Rosmarin, entsteht so ein schöner, mediterraner Geschmack. Auch selbst hergestelltes Kartoffelpüree kann mit klein geschnittenen getrockneten Tomaten ideal verfeinert werden. Natürlich können diese auch pur oder zum Frühstück oder Abendbrot auf einem Brot gegessen werden.

Buchtipp:
Wenn eine Pizza gebacken wird, eignen sich getrocknete Tomaten ideal als Belag. Wenn diese nicht in Öl eingelegt sind, sollten sie vor der Verarbeitung in etwas kochendes Wasser eingelegt werden. Dadurch werden sie weich und lassen sich besser zerkleinern. Des Weiteren eignen sich getrocknete Tomaten auch als Bestandteil von Dips oder frischer Tomatenbutter.

Wie bewahre ich getrocknete Tomaten am Besten auf?

Wenn große Mengen an getrockneten Tomaten vorhanden sind, die nicht in absehbarer Zeit verbraucht werden können, sollten sie in Olivenöl eingelegt werden. Anschließend werden sie in ein Schraubglas gegeben und in den Kühlschrank gestellt. Mit der Zeit kann das Öl eine gelbliche Färbung annehmen, was aber nicht schlimm und ganz normal ist. Bei Zimmertemperatur nimmt es dann wieder seine normale Farbe an. Alternativ kann anstatt eines Glases auch ein dichter Tupperbehälter genutzt werden.

Wie kann ich getrocknete Tomaten selber herstellen?

In sehr warmen Ländern im Süden, wie in Italien oder Spanien, werden die Tomaten ganz einfach draußen in der Sonne trocknen gelassen. Nicht selten sind auf den Hausdächern ganze Paletten voll mit Tomatenhälften zu sehen, die auf diese Weise trocknen sollen. Hierzulande muss bei dem Trocknungsvorgang allerdings etwas nachgeholfen werden, da bei uns deutlich weniger Sonne vorhanden ist. Hierzu kann ein sogenannter Dörrapparat oder alternativ einfach ein ganz normaler Backofen verwendet werden.
Hinweis: Auch in der Mikrowelle können Tomaten getrocknet werden. Beachtet werden muss dabei allerdings, dass in die Mikrowelle zum einen nur sehr wenige Tomaten reinpassen, zum anderen muss man immer wieder die Feuchtigkeit entlassen, in dem man regelmäßig die Tür der Mikrowelle öffnet und anschließend das Trocknen fortsetzt.
Zunächst werden folgende Zutaten und Materialien benötigt: Die Tomaten werden erst in zwei Hälften geschnitten und der Tomatensaft und die Kerne entfernt. Am besten gelingt dies mit einem Teelöffel. Nun werden die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach unten auf das Küchenkrepp gelegt und gründlich angetrocknet. Anschließend werden sie umgedreht und auf das Backpapier gelegt, sodass die Schnittfläche nach oben zeigt. Bevor dieses samt Gitter in den Backofen geschoben wird, werden die Tomatenhälften mit dem Meersalz gesalzen.

Nun können die Tomaten bei ungefähr 90°C (Ober- und Unterhitze) in den vorgeheizten Backofen gegeben werden. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, wird der Kochlöffel in die Backofenklappe geklemmt. Die Tomaten sollten jetzt fünf bis sechs Stunden im Backofen belassen werden. Sind sie dann letztlich trocken genug, können sie entnommen werden. Erkannt werden kann dies daran, wenn sie sich wie Gummi biegen lassen. Wenn mit den Fingern leicht Druck ausgeübt wird, sollte keine Feuchtigkeit mehr entweichen.

Nun sollten die getrockneten Tomaten auf einem Backblech abkühlen. Anschließend werden sie in das oben erwähnte Glas oder einen Tupperbehälter gegeben. Um überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen, kann zusätzlich noch etwas Reis hinzugegeben werden. Der Behälter wird nun im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen und trockenen Ort abgestellt und die ersten eigenen Tomaten wurden hergestellt.

Getrocknete Tomaten kaufen

Natürlich kann man getrocknete Tomaten auch jederzeit kaufen. Egal ob Lidl, Aldi, Edeka, Rewe oder auch das Kaufland, jeder Discounter bzw. größere Lebensmittelwarenladen hat getrocknete Tomaten im Angebot. Diese kann man entweder im Öl oder einfach auch nur getrocknet kaufen. Selbst im Internet gibt es eine riesige Auswahl an verschiedensten Sorten von getrockneten Tomaten, wie man beispielsweise bei Amazon sehen kann. Die Preise variieren dabei sehr stark.

Falls man sich gegen das Selbermachen von getrockneten Tomaten und für das Kaufen entschieden hat, dann sollte man auf jeden Fall einen Blick in die Ausgabe 06/2017 der Stiftung Warentest werfen. Darin haben sich nämlich die Tester 17 getrocknete Tomaten im Glas genauer angeschaut und sind teilweise auf erschreckende Ergebnisse gestoßen. Neben Weichmacher, fanden sie auch einige andere Schadstoffe bei den Tomaten in Öl. Zwei Produkte wurden mangelhaft bewertet, allerdings auch zehn mit gut, darunter sechs Bio-Produkte. Der Test kann für einen Euro auch im Einzelabruf gelesen werden.

Wie gesund sind getrocknete Tomaten?

Getrocknete Tomaten können viele positive Wirkungen auf die Gesundheit haben. Denn unter der etwas runzeligen Schale befinden sich viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Zudem ist der Stoff Lycopin enthalten, der vor sehr hilfreich bei der Krebsvorbeugung sein kann. Laut einer Studie der sogenannten Harvard Medical School, könne das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken bis zu 50 % reduziert werden, wenn mehrmals die Woche getrocknete Tomaten auf dem Speiseplan stünden. Allerdings sollten sie nicht roh, sondern gegart verzehrt werden. Denn der antioxidative und krebshemmende Stoff Lycopin entfaltet erst dann seine volle Wirkung.

Dies bezieht sich auf frische Tomaten, die daher zu Ketchup, Soßen, Suppen oder eben getrockneten Tomaten verarbeitet werden sollten. Bei Lycopin handelt es sich um einen fettlöslichen Pflanzenstoff, der wie herkömmliches Fett aufgenommen werden kann. Daher sollte bei der Verarbeitung etwas Öl hinzugegeben werden, wodurch sich die biologische Verfügbarkeit des Pflanzenstoffes verbessert. Lycopin kann zudem dafür sorgen, dass die Hautalterung verzögert wird, Diabetes und verschiedene Herz-Gefäß-Krankheiten verhindert werden und auch die Fruchtbarkeit verbessert wird.

Wie lange halten getrocknete Tomaten?

Wenn sie kühl und trocken gelagert werden, können getrocknete Tomaten sehr lange halten. So können sie zumeist auch noch einige Monate nach dem Einlegen problemlos verzehrt werden. Allerdings sollte vor dem Verzehr geschaut werden, wie sie aussehen. Wenn sich Schimmel bildet, sollten sie sofort entfernt werden. Wenn getrocknete Tomaten in Öl eingelegt und in einen verschließbaren und luftdichten Behälter gegeben werden, halten sie weitaus länger. Zudem können sie auch eingefroren werden, wodurch die Haltbarkeit noch weiter gesteigert werden kann.

Eignen sich getrocknete Tomaten für Diäten?

Getrocknete Tomaten sind sehr fettarm und enthalten sehr wenige Kohlenhydrate. Daher sind sie sehr gut für verschiedene Diäten geeignet. Zum Beispiel können sie ein Bestandteil eines leckeren und kalorienarmen Salates sein. Und aufgrund der Tatsache, dass Tomaten reich an Kalium sind, können Wassereinlagerungen vermieden werden und der Körper wird entschlackt. Zudem können sie bei einem aufkommenden Heißhunger auch als nahrhafter und sättigender Snack dienen. So wird vermieden, dass zu Chips, Schokolade oder Keksen gegriffen wird.

Fazit

Getrocknete Tomaten können für unterschiedlichste Zwecke verwendet werden. Egal, ob in ganzen Stücken als Snack, in zerkleinerter Form in Soßen, Suppen oder Backteigen oder auch als Antipasti. Sie schmecken nicht nur lecker und können daher viele Speisen verfeinern, sondern sind auch noch sehr gesund. Denn unter der Schale befinden sich viele wertvolle Nährstoffe, wie Vitamine, Spurenelemente oder Mineralstoffe. Nicht zu vergessen ist der hohe Anteil an Lycopin. Dieser Stoff kann unter anderem dabei helfen, Krebs vorzubeugen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden. Damit Lycopin ideal zur Geltung kommt, sollten getrocknete Tomaten bevorzugt werden. Denn erst wenn die Früchte gegart werden, kann sich die Wirkung entfalten.

Wie oben beschrieben ist es gar nicht so schwer, getrocknete Tomaten selber herzustellen. Wenn diese trocken und kühl gelagert werden, sind sie sehr lange haltbar. Somit können sie auch noch einige Monate später bedenkenlos verzehrt werden.

Artikel zuletzt geändert am 21.08.2017